Weinakademie Österreich

Graduierungsfeiern der Weinakademiker 2006 in sterreich und Deutschland!

Dem dreizehnten Absolventenjahrgang der Weinakademie sterreich wurde im Rahmen der traditionellen Graduierungsfeiern rund um Martini im Burgenland und im deutschen Rheingau der Titel Weinakademiker verliehen. Die Weinschlsser Schloss Esterhzy und Schloss Vollrads gaben den feierlichen Rahmen fr die Graduierung von 35 neuen Weinakademikern.



Mit dem neuen Absolventenjahrgang erhht sich die Zahl der Weinakademiker auf 340, sie kommen aus 13 verschiedenen Lndern und nehmen Schlsselpositionen in der Weinwirtschaft ein - und das nicht nur in sterreich. Neben sterreich und Deutschland waren im Jahrgang 2006 auch die Schweiz und Italien mit Absolventen vertreten.

Das WSET Diploma in Wines & Spirits, die international renommierteste Ausbildung im Weinhandel, wird von der Weinakademie sterreich in Kooperation mit dem britischen Wine & Spirit Education Trust (WSET), der weltweit grten Weinschulungsinstitution durchgefhrt. Das WSET Diploma wird in 14 Lndern von Tokyo bis New York, von Stockholm bis Perth durchgefhrt und ist die Vorstufe zur elitren Master of Wine Qualifikation.

Der Titel "Weinakademiker" wird an erfolgreiche Absolventen des WSET Diploma verliehen und ist Auszeichnung und Auftrag zugleich. Die Weinakademiker treten dem Absolventenverband, dem "Club der Weinakademiker", bei und verpflichten sich einem Ehrenkodex, der permanente Weiterbildung und hchste ethische Ansprche im Umgang mit Wein postuliert.

Das Kuratorium der Weinakademie sterreich verlieh den Titel "Weinakademiker H.C." an Dr. Gbor Rohly aus Budapest, der sich als fhrender Weinautor Ungarns, als Begrnder der Weinschule "Borkollegium" und als Lektor an der Weinakademie fr sterreichischen Wein verdient gemacht hat. Er ist der insgesamt neunte Trger dieses Titels und erster Ungar.

Einige Absolventen zeigten auch heuer wieder herausragende Leistungen, die mit Stipendien belohnt wurden:



Weinakademiker Rust 2006

Mag. Sieghard Baier
Ist Jurist und stammt aus Bludenz. Er war dreiig Jahre lang Landestourismusdirektor in Vorarlberg und widmet sich seit seiner Pensionierung voll seiner Leidenschaft - dem Wein.
Natascha Bergler
Kommt aus der Sdsteiermark und fhrt in Gamlitz mit ihrem Mann die Wein- und Genussschule "Weinerleben". Es begann alles zu Weihnachten 2001 mit einem Gutschein fr ein Weinbasisseminar ...
Roland G. Binder
Stammt aus Mnchen. Seine verwandten Gastwirte aus Niedersterreich haben ihn in jungen Jahren bereits zum Wein gefhrt. Heute mchte er seine Passion Wein zum Beruf machen.
Marcel Bhler
Vorarlberger und arbeitet in der elterlichen Wein- und Spirituosenhandlung in Dornbirn. Seine Weinleidenschaft wurde in Sdtirol entfacht, heute ist Sdfrankreich seine Lieblingsweinregion.
Alexandra Danner
Ist ausgebildete Restaurantfachfrau und stammt aus Obersterreich. Zierfandler und Rotgipfler haben es ihr besonders angetan, diese Weine und deren Produzenten mchte sie vor allem untersttzen.
Gerhard Glckl
Stammt aus Deutschkreutz und leitet das Burgenlndische Schulungszentrum. Seit 1999 fhrt seine Familie die "Burgenland Vinothek" in Wien mit einer Filiale in Deutschkreutz.
Ing. Peter Greiter
Ist Elektrotechniker aus Weiz - Steiermark und betreut die WWW (Weizer Wein Wichtel), einen elitren Kreis von kulinarischen Genussmenschen. Wein ist vorerst nur noch sein Hobby.
Werner Grner
Kommt aus der Steiermark und ist in einem Industrieunternehmen als Organisationsentwickler ttig. Diese Fhigkeiten bringt er auch in die Europische Weinritterschaft, Konsulat Steiermark, ein.
Alexander Hirt
Ist Burgenlnder und quasi "professioneller" Stahltankschweier. Durch seine Herkunft aus Lutzmannsburg ist er blaufrnkisch geprgt und untersttzt dort das Weingut seiner Partnerin.
Andreas Jauschneg
Ist Steirer und ausgebildeter Silberberger Kellermeister. Nach Jobs in Australien und Kanada leitet er heute die Wein & Co Filiale in Bregenz.
Mag. Johannes Lamprecht
Kommt aus der Weststeiermark und fand ber die befreundete Familie Riegelegg zum Wein. Nach seinem Doktoratsstudium sieht er seine Karriere in der Weinbranche.
Mag. Alexander Moropulo
Studierte BWL in Wien und arbeitete bis 2002 in der Musikbranche. Sein Einstieg bei der SPAR AG fhrte ihn zum Sortimentsmanager fr Spirituosen und zum Weineinkauf.
Thomas Riedel
Stammt aus Magdeburg und ist ausgebildeter Restaurantfachmann. Nach einer Karriere in der Gastronomie leitet er heute die Weinseminare der Alfons Schubeck Kochschule in Mnchen.
Mag. Kerstin Rohrer
Kommt aus dem gleichnamigen Weingut in Lutzmannsburg. Nach Abschluss ihres Publizistikstudiums arbeitete sie fr eine Wein-PR-Agentur und ist heute im Fairtrade Bereich ttig.
Josef Schicha
Ist ausgebildeter Klosterneuburger Weinbauingenieur und stammt aus Haugsdorf, wo seine Eltern einen Weinbaubetrieb fhren. Heute arbeitet er im Marktamt der Stadt Wien.
Dr. Peter Schneider
Ist promovierter Physiker und Chemiker und leitete zwanzig Jahre lang ein internationales Lebensmittelunternehmen. Heute ist er Berater fr internationale Food Standards und HACCP - auch im Weinbereich.
Mag. Ingrid Szegedi
Lebte in ihrer Jugend in Genf, von wo ihre Eltern viele Reisen in die franzsischen Weinbaugebiete unternahmen. Heute arbeitet sie als Marketingmanagerin bei Ernst & Young - Wein spielt beim Eventmarketing immer eine Rolle.
Christoph Tscholl
Kommt aus dem Vinschgau/Sdtirol und besuchte die Weinbauschule Laimburg. Der Diplomsommelier ist in verschiedenen Bereichen der Weinbranche ttig, unter anderem auch als Co-Autor des Standardwerkes "Die Weine von Sdtirol".
DDr. Peter Umfahrer
Ist Grazer Mediziner, freundschaftliche Beziehungen zu steirischen Topwinzern frderten sein Weininteresse. Das Classic Rallye fahren ist sein zweites Hobby, und am liebsten gewinnt er im Weinbaugebiet Sdsteiermark die Classic Rallye.


Weinakademiker Geisenheim 2006

Markus Eser
Ist Sohn eines Rheingauer Winzers und absolvierte nach einer Winzerlehre auch den Studiengang Internationale BWL in Wiesbaden. Nach beruflichen Stationen bei den Global Players, E & J Gallo und Freixenet, arbeitet er heute fr den weltweiten Marktfhrer Constellation Brands.
Daniela Heid
Kommt aus Wrttemberg und ist ausgebildete technische Diplombetriebswirtin. Wein lernte sie mit vierzehn Jahren bei einer Flasche Fellbacher Wetzstein Riesling Sptlese kennen und lieben; ihren Mann, den Winzer Markus Heid zur groen Freude ihrer Wengertner Gromutter einige Jahre spter.
Andrea Hoffmann
Ist ausgebildete Diplomvolkswirtin. Ihren ursprnglichen Job als Produktmanager fr Haushaltsgerte wechselte sie nach einer lngeren Australienreise in den einer Marketingmanagerin fr Wein bei Reh-Kendermann. Der Weinbranche wird sie nun treu bleiben.
Christa Jngling
Stammt von der Mosel und arbeitet in ihrem Weingut Paulinshof in Kesten im Verkauf und im Weinexport. Sie ist erstes weibliches Vorstandsmitglied im Bernkasteler Ring und aktives Mitglied bei Vinissima.
Maria-Elisabeth Lax-Hoffmann
Kommt aus Westfalen und war als ausgebildete Diplomfinanzwirtin im Bundesfinanzministerium fr die Besteuerung von Schaumwein und berwachung von Wein zustndig. Heute widmet sie sich ausschlielich dem Thema Weinschulung und Consulting.
Rosie Lemberger
Fhrt seit dreiig Jahren mit ihrem Mann ein Weinfachgeschft im sdlichen Bayern mit ber siebenhundert Weinpositionen - Schwerpunkt Deutschland und Italien. Sie ist Grndungsmitglied des Vereins "Wein LIVE" - ausgezeichnete Fachhndler.
Frank Tobias Maas
Ist diplomierter Wirtschaftsinformatiker und lebt in Hamburg. Nach seinem Einstieg in die Weinbranche bei Hawesko leitete er bis 2005 den Verkauf der Champagner- und Weindistributionsgesellschaft. Seit 2006 ist er selbststndig mit der Firma "Weinhandel - Ring der Weinliebhaber" ttig.
Martin Miller Stammt aus Bayern, ist ausgebildeter Einzelhandelskaufmann und kam durch glckliche Umstnde zur Materie Wein. Seit 15 Jahren leitet er nunmehr die Weinabteilung der Hertie Markthallen.
Christiane Nauert
Ist Diplombetriebswirtin und leitet seit 2003 ein Jacques Weindepot in Pforzheim. Ihre Weinleidenschaft wurde bei einem Besuch des Weinguts Brklin-Wolf entfacht; heute gibt sie ihr Weinwissen auch an der Viniversitt weiter. Ihr nchstes Ziel ist das MW Studium.
Susanne Platzer
Stammt aus Mnchen und ist nach einer Karriere in der Gastronomie seit zehn Jahren auch in der Weinschulung (UIW in Mnchen) ttig. ber ihre Agentur vermittelt sie fr Weinimporteure 3.000 Weine an die Gastronomie in Bayern.
Wolfgang Preis
Stammt aus der Weinstadt Hochheim am Main. Bis 2001 leitete er die Bckerei Preis GmbH mit mehreren Filialbetrieben. Gesundheitliche Grnde zwangen ihn zur Neuorientierung und somit zurck zur Weinleidenschaft und in die Weinbranche.
Niels Rathjen
Landete in der Weinbranche, da die Holsten Brauerei die Bewerbung des passionierten Biertrinkers um eine Lehrstelle ablehnte. So begann er seine Ausbildung beim Weindistributeur Tophi in Hamburg, wo er heute fr den Einkauf von 70 Mio. Flaschen pro Jahr zustndig ist.
Claudia Schmucker-Arold
Stammt aus dem schwbischen Herrenberg. Die Diplombetriebswirtin fand als Vertriebsleiterin bei der Hchst AG auch durch viele Geschftsessen zum Wein. Seit zehn Jahren fhrt sie nun eine eigene Weinhandlung.
Urs Schrmann
Kommt aus Wohlen im Kanton Aargau, Schweiz. Der Betriebskonom ist in dritter Generation Geschftsleiter des Familienunternehmens Schwo Trinkkultur und fr ein Sortiment von 1.900 Weinpositionen verantwortlich.
Marika Veletas
Entdeckte ihre Leidenschaft fr Wein in Sdafrika bei einem Glas Meerlust Rubicon. Es folgte eine Lehre bei der Weinland GmbH und eine Karriere im Weinhandel. Heute ist sie bei der Karstadt Quelle AG in Hamburg zustndig fr die Sortimentsgestaltung.
Bruno Vorburger
Kommt aus Cham - Schweiz und hat eine berufliche Karriere im Controlling hinter sich. Seit vier Jahren widmet er sich ausschlielich seiner Passion Wein. Er grndete die Firma Weinzone und ist spezialisiert auf Direktimporte von kleinen Produzenten mit Schwerpunkt Shiraz.

Weiterbildungveranstaltung fr Lektoren der Weinakademie sterreich

Vom 08. 09. September 2006 lud die Weinakademie sterreich zur alljhrlichen Lektorenfortbildung in das Weinseminarzentrum nach Rust ein. Insgesamt 37 Weinakademie- Lektoren aus ganz sterreich kamen dieser Einladung nach und nutzen die Gelegenheit sich vor Ort ber die Ziele des Ausbildungsprogramms der Weinakademie fr das nchste Jahr zu informieren. Neben Weinakademie Interna, Weingutsbesuchen und einem Training zum Thema Prsentationstechnik, stand ein Verkostungstraining zur Standardisierung der Verkostung im Rahmen der Seminare und eine anschlieende offene Verkostung der Salonweine 1997 auf dem Programm.

Unter dem Motto Train the Trainer organisierte die Weinakademie sterreich eine Fortbildungsveranstaltung fr ihre Lektoren, um sie auf das neue Ausbildungsjahr und das erweiterte Seminarangebot - neben dem vierstufigen Weinakademikerprogramm, Winzerseminaren, Seminaren fr Schulen, Wine & Food Seminaren, wurde die Seminarreihe Die groen Weinbaugebiete der Welt neu ins Programm aufgenommen vorzubereiten.

Zum Auftakt des Lektorenmeetings prsentierte Dr. Josef Schuller MW einen neuen Kurzfilm ber die Weinakademie sterreich. Er soll in den Seminaren der Weinakademie den Teilnehmern das Motto der Weinakademie Je hher das Weinwissen und die Weinkultur einer Gesellschaft, desto eher wird sie hohe Qualitt produzieren, anbieten, nachfragen und konsumieren - und deren Bedeutung in der Weinwelt vermitteln.

Den Abschluss des Tages bildete ein praktischer Workshop in den Joiser Weinbergsterrassen von Pepi Umathum. Wie schon im Weingarten war beim Besuch im Weingut Umathum vor allem das Thema Biodynamischer Weinbau ein Kernpunkt der Diskussionen. Atemberaubend war fr die Teilnehmer die Fassprobe im Umathumschen Barriquekeller, der einer Basilika nachempfunden ist. Beeindruckend war auch der nchtliche Besuch in einem der modernsten Keller sterreichs, im Winzerkeller Andau. Dipl. Wolfgang Peck fhrte die Gste durch den Betrieb, wo die Traubenverarbeitung fr Sektgrundweine schon in vollem Gang war. Die Zantho Prsentation, eine Kooperation von Umathum und dem Winzerkeller Andau und Verkostung rundeten den Abend ab. In der scherzhaften Diskussion ber den Vergleich dieser beiden Keller einigte man sich Umathum und Peck freundschaftlich: Umathums Keller ist die Basilika, Andau ist die Kathedrale!

Der zweite Tag der Fortbildungsveranstaltung widmete sich der Prsentationstechnik und dem Verkostungstraining. Das Training zum Thema Prsentationstechnik wirksamer vortragen behandelte die Bereiche berzeugender Auftritt als Vortragender und die teilnehmerorientierte Aufbereitung von Inhalten. Anhand von praktischen Beispielen und bungen wurden die wichtigen Kernaspekte einer gelungenen Prsentation erarbeitet. Ein Verkostungstraining unter der Leitung von Dr. Josef Schuller MW diente der Standardisierung der Verkostung im Rahmen der Seminare der Weinakademie sterreich.

Den Abschluss der Veranstaltung, deren Hauptaugenmerk neben der Weiterbildung auch auf der Verbesserung des Netzwerks und Meinungsaustausch zwischen den Lektoren und der Weinakademie war, bildet eine offene Verkostung und Bewertung der Salonweine von 1997.

Dabei wechselte sich Licht und Schatten ab - es waren ja groteils Weine aus dem schwierigen Jahr 1996. Einige Weine wie Muskateller und Welschriesling berraschten sehr positiv, waren quicklebendig und qualifizierten sich zur Prsentation reifer Weine in den Seminaren der Weinakademie sterreich.


Weinakademiker ist Weinkenner des Jahres 2006

Der Weinkenner des Jahres 2006 heit Johannes Fiala. Der Weinakademiker setzte sich im spannenden Finale, das im Radisson SAS Palais Hotel in Wien, im Rahmen eines exquisiten Degustationsmens durchgefhrt wurde, gegen 11 weitere Weinkenner aus ganz sterreich durch.

Hunderte Weinkenner von Vorarlberg bis Burgenland nahmen an dem von Vinorama, dem Weinversand-Unternehmen der bekannten Morandell Gruppe aus Tirol, ausgeschriebenen Wettbewerb teil. Sie mussten einen mehrseitigen Prfungsbogen mit Fragen zum Thema Wein und Weinkultur beantworten. Die 48 Besten ermittelten in 4 Zwischenrunden in Innsbruck, Linz, Graz und Wien die 12 Finalisten der Schlussveranstaltung. Schon in dieser Phase war die Jury, der u.a. jeweils Vertreter der WM, bekannte Winzer und Fachjournalisten angehrten, vom hohen Fachwissen beeindruckt.

In der Endrunde warteten auf die Kandidaten schwierige theoretische Fragen und praktische Prfungen. Zum Beispiel hatten die Teilnehmer in Blindproben Wei- und Rotweine zu bestimmen und diese Weinbaugebieten zuzuordnen oder mit Zeitlimit einen Wein zu beschreiben, eine passende Speisenempfehlung abzugeben und diese auch zu begrnden. Nach einem uerst spannenden Finale verkndete der Sprecher der Jury, Mag. Mario Morandell, die Preistrger. Hinter dem Sieger belegte Kerstin Rohrer aus Wien, Herr Wolfgang Sllinger aus Gmunden und Herr Max Jessner aus Innsbruck die Pltze.


EMDABLJUS (MW's) auf der VIEVINUM!

Ein Hhepunkt der glanzvollen VIEVINUM Weinmesse war ein Terroir Tasting der Masters of Wine. ber 80 ambitionierte Weinfreaks versuchten sich an einer Verkostung von 12 Weinen, die einer MW-Prfung nachgestellt wurde. Ein Team von internationalen MW's kommentierten den Flight: Arne Ronold, MW aus Norwegen, stellte in perfektem Deutsch einen Riesling Flight vor. Philipp Schwander, MW aus der Schweiz, prsentierte Blaufrnkisch aus Deutschland sowie Cabernet aus Bordeaux, Kalifornien und Chile. Der Moderator des Panels, Josef Schuller, verglich Ruster Ausbruch, Tokaj und Rheingauer Beerenauslese.

Die zahlreichen Weinakademiker im Raum bekamen dabei so richtig Gusto auf mehr - nmlich selbst den MW in Angriff zu nehmen. Diese MW-Promotion war ja auch ein weiterer Grund fr diese Charity-Verkostung. Die Netto-Einnahmen von 3.000,-- dieser Veranstaltung berreichten VIEVINUM Organisatorin Mag. Alexandra Graski-Hoffmann und WM-Chef Mag. Michael Thurner an Siobhan Turner, Executive Director des Institute of Masters of Wine. Damit sollen knftige sterreichische MW-Studenten untersttzt werden.

Einen Verkostungswettbewerb innerhalb dieses Tastings gewann jedoch ein "Auenseiter", der allerdings in der sterreichischen Weinbranche kein Unbekannter ist. Ex-Geschftsfhrer des Winzerhauses Manfred Veit erkannte alle 6 Weine der ersten Verkostungsserie und darf beim nchsten MW-Kurs im Jnner 2007 an der Weinakademie "MW-Luft" schnuppern.

Fazit: Man ist nie zu jung/alt fr den EMDABLJU!!




Diplomaprfung in Rust und Geisenheim bei tropischen Temperaturen!

Wie auch in 20 anderen Prfungszentren weltweit legten am 13. Juni 2006 in Rust und Geisenheim ber 150 Diploma-Studenten ihre groe Klausurprfung zu "Weinen der Welt" ab.

Die 2-stndige Verkostungsprfung am Vormittag beinhaltete 12 Weine ( siehe Details) aus der ganzen Welt, wobei Herkunft, Qualittsniveau, Reifepotential und Marktwert zu erkennen waren. Bei der hchst anspruchsvollen theoretischen Klausurprfung am Nachmittag mussten die Kandidaten ber drei Stunden ihr Wissen zu Syrah und Merlot weltweit, zum Weinbauland Argentinien oder zu Gebieten wie Walker Bay, Madiran, Rias Baixas, Canterbury/NZ oder die Wachau demonstrieren.

In Geisenheim veranstaltete die legendre "Dritte Generation" der Weinakademiker (Absolventenjahrgang 2005) als "Belohnung" fr die Prfungsgestressten eine Wein- und Grillparty am Rdesheimer Berg Rottland von Weingut Georg Breuer. In der grandiosen Lage oberhalb des Rheins wurde bis spt in die Nacht auf eine erfolgreiche Prfung mit groen Weinen angestoen. Neue Weinakademiker-Freundschaften entstanden und alte Bande wurden gestrkt.

Die nchste Weinakademiker-Party steigt jedenfalls am 11. November 2006 in Breuers Weinkeller nach der Graduierung des neuen Weinakademiker-Jahrganges auf Schloss Vollrads.

Die Weinakademiker-Gala auf Schloss Esterhazy in Eisenstadt findet eine Woche spter, am 17. November 2006, statt.

Bis dahin heit es Daumen drcken und hoffen - auf einen "groen" Weinakademiker-Jahrgang!


"Neues Seminarprogramm 2006/07 - Wine Academy goes West"

Im Jahr 2006 feiert die Weinakademie sterreich ihr 15-jhriges Jubilum ein Grund zu feiern, aber auch um sich neue Ziele zu stecken bzw die Stellung als grte Weinschule des Kontinents weiter auszubauen.

Im Osten sterreichs ist die Dichte der Weinakademie Standorte gro, wobei ausschlielich hier die Seminare auch als Abendveranstaltungen angeboten werden. Durch eine Komprimierung der Abendveranstaltungen im Aufbauseminar auf zwei Termine pro Woche (bisher einmal) kommt die Weinakademie den Kundenwnschen nach einer krzeren Kursdauer entgegen.

In Weststerreich wird im neuen Studienjahr neben dem etablierten Basisseminar verstrkt das Aufbauseminar 1 Weinland sterreich angeboten. Das Weinland kommt sozusagen ins Bergland! Der nchste Schritt nach Westen geht ber die Landesgrenzen hinaus. Im neuen Studienjahr folgt die Etablierung des Aufbauseminars 2 Wines and Spirits International in Sdtirol. Das Weinforum Sdtirol im wunderschnen Kloster Neustift bei Brixen stellt den Rahmen. Der Weg zum Weinakademiker ist somit nicht nur fr Sdtiroler, sondern auch fr ganz Weststerreich krzer geworden.

Ab Mai 2007 findet das Diplomseminar Diploma in Wines and Spirits auch in der Schweiz statt. Die Besonderheit dieses Diploma ist die Tatsache, dass es in vier verschiedenen Weinbaulndern veranstaltet wird, also neben Zrich auch in Rust, Geisenheim und Brixen. Die jeweiligen Veranstaltungsblcke werden dabei von Weinbesuchsprogrammen in die Weinbaugebiete umrahmt eine einmalige Gelegenheit Insiderwissen zu erlangen und die Topweingter in vier Lndern kennen zu lernen.

Neu im Programm der Weinakademie ist die Seminarreihe Die Groen Weinbaugebiete der Welt. Hier kann man ohne den Druck einer zu bestehenden Prfung fhrende Weinbaugebiete der Welt virtuell besuchen und neben der Verkostung typischer Weine aus diesen Gebieten auch komprimierte Hintergrundinformationen zu aktuellen Entwicklungen und Trends erhalten. Diese Seminarreihe ist sowohl zum ersten Kennenlernen der Gebiete gedacht, aber auch eine gute Gelegenheit fr Weinakademie Absolventen ihr Wissen aufzufrischen: Bordeaux, Piemont und Rioja machen dabei den Anfang.



Weinakademie Seminare in Sdtirol

Ab Herbst 2006 veranstaltet die Weinakademie sterreich erstmals Seminare in Sdtirol! In Kooperation mit der Sdtiroler Sommeliervereinigung werden die Veranstaltungen im beeindruckenden Ambiente des Klosters Neustift in der Nhe von Brixen - brigens eine Grndung des Stiftes Klosterneuburg und eines der fhrenden Weingter Sdtirols - stattfinden.

Vertreter der Sdtiroler Politik und Weinwirtschaft prsentierten gemeinsam mit der Weinakademie sterreich die neue Kooperation im Hotel Laurin in Bozen. Die Sdtiroler Landesrte Werner Frick und Hans Berger zeigten sich hocherfreut, "dass es die Sommeliervereinigung Sdtirol geschafft hat, eines der hochkartigsten Seminare fr Sommeliers und Weinfachleute nach Sdtirol zu bringen."

Schlsselperson beim Zustandekommen dieser Kooperation war die Weinakademikerin, Christine Mayr-Thaler, ihres Zeichens Prsidentin der Sdtiroler Sommeliervereinigung: "Das Aufbauseminar Wines&Spirits International der Weinakademie sehen wir als optimale Ergnzung zur Sommelierausbildung in Sdtirol, die sich vor allem den italienischen Weinen widmet, und als perfekte Vorbereitung fr die Weinakademiker-Ausbildung".

Dr. Josef Schuller MW sieht in dieser Kooperation viele weitere Vorteile: "Der perfekte Standort im Weinbaugebiet macht es auch fr Interessierte in Weststerreich nun sehr viel einfacher und attraktiver die weiterfhrenden Seminare der Weinakademie zu besuchen. Der Weg zum Weinakademiker ist nun nicht nur fr die Sdtiroler, sondern fr ganz Weststerreich krzer geworden."

Neben den Basisseminaren, die in allen Landeshauptstdten des Westens etabliert sind, findet ab dem Frhjahr 2007 auch das Aufbauseminar 1 - Weinland sterreich (mit einem Exkurs Sdtirol) am 3. und 4. Mrz sowie am 10. und 11. Mrz 2007 in Brixen statt. Praxisnahe Workshops zu Weinbau und Kellerwirtschaft sowie Besuchsprogramme bei Winzern knnen nun auch in der Alpenregion durchgefhrt werden.

Ein weiterer zuknftiger Ausbauschritt sieht auch die Einbindung von Brixen in das Diploma Programm der Weinakademie vor. So beinhaltet das neue Diploma Programm der Weinakademie in der Schweiz/Zrich (ab Mai 2007) neben Rust und Geisenheim auch Veranstaltungen in Brixen.

Aufbauseminar Wines and Spirits International

Das Aufbauseminar vermittelt einen intensiven Einblick in die internationale Welt der Weine sowie der Schaumweine, Aufgespriteten Weine und Spirituosen. Das Seminar richtet sich an Sommeliers, Weinhndler, Gastronomen, Weinservicepersonal, Vinothekare, Winzer, Handelsagenten und private Weinfreunde, welche die Zugangsvoraussetzungen erfllen. Am Aufbauseminar teilnehmen knnen jene, die schon ein Aufbauseminar der Weinakademie sterreich besucht haben, die im Besitz des AIS Diplom-Sommelier sind oder jene, die eine sonstige quivalente Ausbildung absolviert haben.

Berufsbegleitendes Angebot

Zu den Lerninhalten gehren ein Verkostungstraining, Informationen rund um die internationalen Weinorganisationen und den Weinhandel sowie die weinpolitischen Rahmenbedingungen der EU, Weinbau und die Kellerwirtschaft, Weinbauregionen und -gebiete und die weltweit wichtigsten Weine sowie Anbaugebiete, Herstellungsmethoden, Qualittskriterien der Schaumweine, Aufgespriteten Weine und Spirituosen. Betriebsbesuche und Fachgesprche mit Top-Winzern runden das Programm ab. Vermittelt werden die Inhalte von einem fachlich versierten Referententeam der Weinakademie sterreich. Wer die Aufbauseminar-Prüfung positiv absolviert, kann direkt in das Diploma in Wines and Spirits einsteigen, das mit der Graduierung zum Weinakademiker abschliet. Diese Qualifikation ist die empfohlene Vorstufe zum "Master of Wine", der weltweit profiliertesten und angesehensten Weinqualifikation.

Das berufsbegleitende Seminar wird als Blockveranstaltung angeboten. Der Block im November 2006 findet an 3 Wochenenden (FR, SA, SO) statt, der Block im Mrz 2007 an Wochentagen. Veranstaltungsort ist jeweils das Bildungshaus Kloster Neustift, das sich auf Grund seiner Ausstattung als Weiterbildungsanbieter, der Nhe zur Klosterkellerei und vor allem wegen seiner Lage inmitten von Weingtern besonders gut eignet. nähere Informationen zum Seminar

Im Bild v.l.n.r.: Andreas Nicolussi Leck (Aufsichtsratsmitglied Freie Weinbauern Sdtirol), Arnold Terzer (Prsident Verband der Kellereigenossenschaften Sdtirols), Josef Schuller (Master of Wine und Leiter der Weinakademie sterreich), Christine Mayr-Thaler (Diplom-Sommeliere & Weinakademiker sowie Prsidentin Sommeliervereinigung Sdtirol), Rudi Christoph (Vizeprsident HGV und Vorsitzender Landesgastronomiekommission), Landesrat Hans Berger und Benedikt Gramm (Prsident Handelskammer Bozen und Ehrensommelier Sommeliervereinigung Sdtirol); es fehlt Landesrat Werner Frick



Rmerquelle und Weinakademie kooperieren

Mineralwasser und Wein sind eine viel versprechende Liaison eingegangen: Rmerquelle, Marktfhrer in der sterreichischen Gastronomie, und die Weinakademie sterreich haben eine Kooperation vereinbart: "Wir wollen einen gemeinsamen Beitrag zur Erhhung der Trinkkultur in sterreich leisten", haben sich die Geschftsfhrer Mag. Karin Trimmel (Rmerquelle) und Dr. Josef Schuller (Weinakademie) vorgenommen.

Erster thematischer Schwerpunkt wird der G'spritzte sein, dessen Hochsaison gerade wieder einmal bevorsteht. "Der G'spritzte ist Teil der sterreichischen Weinkultur", bekrftigt Schuller, "wir wollen Qualitt aus der Bouteille forcieren und das Image des Gspritzten aufwerten." Und an diesem Punkt hakt Trimmel ein: "Guter Wein sollte sich mit gutem Wasser verbinden. Das Premiumprodukt Rmerquelle besitzt den Vorzug, absolut geschmacksneutral zu sein. Es lsst dem Weine das Seine, wie es unsere Werbung schon vor zwei Jahrzehnten treffend ausgedrckt hat."

sterreichs groer Mineralwasserbrunnen hat ein eigenes Gastronomieprogramm "Wasser und Wein" entwickelt. Trimmel nennt folgende Botschaften, die dabei vermittelt werden sollen:

Aufwertung des Mineralwassers

Die neue Designflasche der Rmerquelle, die von sterreichs Gastronomen mit Begeisterung aufgenommen wurde, der durchsichtige, auf jeden Tisch passende "Doppel-Cooler" fr Wasser und Wein sowie formschne Trinkglser (werden demnchst folgen) knnen jedenfalls als gelungener Beitrag zur Erhhung der Mineralwasserkultur gesehen werden. Trimmel unterstreicht auch, wie wichtig es ist, dass das Servicepersonal Mineralwasser erst am Tisch der Gste aufmacht - wie guten Wein: "Unsere neuen Flaschen in Karaffenform mit Weithals-Schraubverschluss bieten sich dafr an."

Fr die Weinakademie sterreich ist dieses Thema ein integrierender Bestandteil der Tisch- und Trinkkultur in sterreich. Die Topqualitt der Weine soll durch das Prmiumwasser sterreichs unterstrichen werden. Das Kooperationsabkommen sieht vor, das Mineralwasser aus Edelstal bei rund 1.000 Weinseminaren jhrlich mit insgesamt rund 20.000 Teilnehmern auszuschenken. Rmerquelle werde auch Lektoren in Aus- und Weiterbildungsveranstaltungen fr Getrnkekunde-Lehrer bzw. Sommeliers beistellen, kndigte Schuller bei der gemeinsamen Pressekonferenz in Rust an. "Wir haben uns nicht zufllig fr die Partnerschaft mit der Premiummarke sterreichs entschieden", fgte er hinzu.




Weinakademie gewinnt Dorferneuerungspreis 2005

Am 8. Februar 2006 bergab LH Hans Niessl im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung im Burgenlndischen Landtag den Dorferneuerungspreis 2005 an die Weinakademie sterreich. Das im Vorjahr neu gestaltete Weinseminarzentrum in Rust begeistert nicht nur die Seminarbesucher, sondern auch eine hochkartige Fachjury bestehend aus Raumplanern und Architekten!

Die Weinakademie sterreich hat seit ihrer Grndung 1991 den Hauptsitz im Seehof in Rust. Das unter Denkmalschutz stehende Gebude aus dem 17. Jahrhundert steht im Eigentum der Stadtgemeinde Rust, die Weinakademie ist Mieter des Objektes. In den letzten Jahren hat sich die Weinakademie zur grten Weinschule Europas entwickelt, sodass die vorhandenen Rumlichkeiten nicht mehr den Anforderungen eines internationalen Schulungszentrums entsprachen und daher ein Umbau bzw. eine Erweiterung notwendig geworden ist.


Das Atelier Kaitna-Smetana hatte die nicht leichte Aufgabe, eine Verbindung des an der Stadtmauer gelegenen unbenutzten hinteren Traktes des Seehofes mit dem Bestand zu erreichen. Die Ausgestaltung der Innenrume erfolgte nach modernen, aber unaufdringlichen Aspekten im Spannungsfeld zu einer nach sensiblen Grundstzen in die historische Bausubstanz eingefgten Architektur.

Die Begrndung der Jury lautet: "Durch die Anordnung des Hauptzuganges von der Hauptstrae her kann der Innenhof als Fortsetzung des ffentlichen Raumes angesehen werden, wobei durch die Schaffung einer transparenten Torlsung die Einbeziehung des Innenhofes der Weinakademie als fulufige Verbindung zwischen dem historischen Stadtrand und dem Stadtzentrum ermglicht wurde. Durch die Verwendung von modernen Materialien wurde eine Synthese zwischen Rekonstruktion der historischen Bausubstanz und einer modernen Gebudenutzung erreicht."


3. Weinakademie Winzerkonferenz

Terroir ist ein Schlagwort, das die Winzer bewegt. Die Anmeldungen zur Veranstaltung bertrafen die Saalkapazitt. Veranstalter Dr. Josef Schuller (MW), Leiter der Weinakademie sterreich, lie das Thema von verschiedenen Seiten beleuchten. Es sprachen Winzer, Weinhndler und Wissenschaftler.

Spiegelbild vieler Faktoren
Den wissenschaftlichen Zugang zum Terroir erklrte Prof. Hans-Reiner Schultz, Weinbauprofessor aus Geisenheim. Der Begriff knne als Konzept verstanden werden, das sich aus Umwelt-, biologischen und menschlichen Faktoren zusammensetzt. Zu ersteren zhlen vor allem der Boden, das Klima und die Topografie. Biologische Faktoren seien die Rebsorte wie Unterlage, auch das Alter der Anlage. Von Seiten des Menschen flieen die Weinbereitungstechnik, die Geschichte und auch wirtschaftliche Faktoren ein, um nur einige zu nennen.
Das Terroir wirkt auf Qualitt und Typizitt gleichermaen, verdeutlicht Schultz. Klima, Boden und die Rebsorte sind hier sicher die Hauptfaktoren, die Einfluss nehmen. Eine Typizitt wird dann erreicht, wenn der Geschmack Spiegelbild des geografischen Orts der Entstehung ist. Dass hier der Mensch stark eingreifen kann, unterstreicht Schultz mit einem Beispiel: Das Gebiet Medoc/Bordeaux fr viele Synonym zahlreicher Terroirweine war frher ein Sumpf und wurde im Jahr 800 von den Hollndern trockengelegt.

Mehr als nur der Halt fr die Rebe
Der Einfluss des Bodens wird in der Diskussion immer wieder stark hervorgehoben. In vielen Fllen ermglichen erst Anpassungen an die speziellen Bodenbedingungen hochqualitativen Weinbau. Wer mit der Traubenhhe bis auf unter 50 cm runtergeht, profitiert von der Wrmespeicherfhigkeit der Bden. Darber ist der Einfluss zu vernachlssigen. Auch die Farbe des Bodens ist fr die Rebe relevant, hat die Wissenschaft festgestellt. Schwarze Bden fhrten im Versuch zu einer eindeutigen Steigerung der Trieblnge. Mit speziellen Folien, die Metallfden eingearbeitet haben, kann etwa die Lichtmenge beeinflusst werden. Durch die Reflexion kommt es sogar zu einer nderung der Hefepopulation, wie Schultz betont.
Allgemein sei der Bodeneinfluss schwer zu quantifizieren zwei kontrre Meinungen haben sich etabliert: Die einen sehen, dass die Bodenphysik und der Wasserhaushalt entscheidend sind (Saure Bden ergeben bessere Weine). Die anderen glauben, dass das Nhrstoffangebot ber die Qualitt entscheidet. Fr zweitere stammen die besten Weine generell von kalkhaltigen Bden. Die Qualitt steige bei hherem aktivem Kalkgehalt, zudem mit hheren Gehalten an Kalium, Bor, Eisen und Mangan. Zwischen Sorten und Bden kommt es im besten Fall zu einer positiven Interaktion.
Nicht minder wichtig fr die Qualitt ist die Wasserspeicherfhigkeit, so Schultz. Hier gelte fr Rotweine, dass moderater Wassermangel zur Zeit der Reife der Qualitt frderlich sei. Genau umgekehrt sind die Verhltnisse bei weien Sorten. Negative Aromen verstrken sich bei gestressten Weingrten.

Es gibt keinen Trick
Phillip Schwandner (MW), Geschftsfhrer von Selection Schwandner in Zrich, kennt den Schweizer Markt. In seiner Eigenschaft als Weinhndler, der sterreich stark forciert, versuchte er, den Konsumenten zu typisieren. Terroirweine sind im unteren Preissegment kein Thema, der Markt fr solche Weine sei blo wenige Prozent gro.
Wie sollte ein Wein mit Terroir ausschauen? Nun, er sollte vor allem schmecken, betont Schwandner. Gefragt seien Weine mit dunkler Farbe (bei Rotwein) und nicht zu wenig Alkohol sowie ausgeglichenem Sure und Gerbstoffgehalt. Abgelehnt werden extrem ausgeprgte Terroirweine, genauso wie Weine, die jedes Jahr gleich schmecken hier zieht er einenVergleich mit Coca Cola.
Was zeichnet nun einen groen (Terroir-) Wein aus? Der Trick ist, dass es keinen Trick gibt! Oder wie es der Schweizer noch formulierte: Weniger ist oft mehr. Wer groe Weine machen will, muss den Mut aufbringen, nichts oder wenig zu tun.
Es gibt auch groe Weine, so Weinjournalist Dr. Michael Pronay, die sich nicht unbedingt durch Terroir auszeichnen. Als Beispiel fhrt er den australischen Kultwein Grange an. Dieser wird aus unterschiedlichen Weingrten gekeltert, die tausende Kilometer entfernt sind.
Wie man groe Terroirweine erzeuge, versuchte der Weinhndler indirekt zu erklren. Was muss man tun, um das Terroir zu verwischen? Starker Dngereinsatz, schlechte Klonwahl (die zu dnnschaligen Beeren fhrt), hoher Ertrag, nicht parzellierte Rebflchen, massive Bewsserung und starker Holzeinsatz, fhrt Schwandner als Beispiele an.
Terroirweine sind nicht der Alten Weinwelt vorbehalten. Auch die Neue Welt biete trotz vielfach wrmeren Bedingungen durchaus interessante Weine. Typische europische Weine fr Schwandner sind etwa Rieslinge aus der Wachau, Pinot Noir aus dem Burgund oder Bordeaux- Weine, die schlechthin fr Terroir stehen. sterreich sei mit Terroirweinen schon gut positioniert, obwohl es international erst seit kurzem ressiert.
Terroir in der Neuen Weinwelt? Besonders Kalifornien, aber auch Australien treiben wissenschaftliche Arbeiten voran, erklrt Schultz. Speziell Kalifornien biete enorme Klimaunterschiede auf engstem Raum. Hier spricht man bereits vom digitalen Terroir. ber Satellitenerfassung wird die unterschiedliche Wchsigkeit erfasst, um dann mit Bodenuntersuchungen fr jeden Quadratmeter ein passendes Konzept zu entwickeln. Wenn die Amis schon keine 2.000-jhrige Weingeschichte haben, so versuchen sie das jetzt ber die Wissenschaft aufzuholen. Und das machen sie sehr gut!

Begriff abgedroschen
Fr Winzer Pepi Umathum aus Frauenkirchen ist der Begriff Terroir bereits berstrapaziert. Fr ihn steht der Mensch im Mittelpunkt. Der Mensch macht den Wein, der Mensch trinkt ihn auch. Ohne Hilfsmittel gehe zwar nichts, aber diese sollen im Hintergrund wirken. Es lge am Winzer, mehr oder weniger Wein ins Glas zu bringen. Wichtig sei, die Gefhlsebene anzusprechen der Auftritt muss stimmig sein.

Terroir zur Abgrenzung
Terroir ist mehr als Wein mit Bodengeschmack, appelliert Richard Lwenstein, Winzer vom Weingut Heymann-Lwenstein an der Mosel. Er bewirtschaftet extreme Steillagen, sieben verschiedene Terroirweine sind im Programm. Wichtig fr ihn sind eine lange Maischestandzeit und Spontangrung sowie langer Hefekontakt (nach starker Vorklrung). Dabei steht nicht unbedingt die Sorte im Vordergrund, auch die Primrfrucht ist nicht primres Ziel. Doch dass sie im Verkauf hilft, gibt Lwenstein gerne zu. Wie wichtig Terroir ist, bringt Lwenstein deutlich auf den Punkt: Terroir ist berleben fr Europa, sonst bleiben wir im Kampf gegen Industrieweine auf der Strecke.
Besonderen Zugang zu seinen Lagenweinen hat Willi Brndlmayer, Winzer aus Langenlois. Mit seiner Paradelage Heiligenstein verbindet ihn viel. Dies uert sich in weit mehr Engagement, das er fr diese Lage investiert. Das wiederum steigert die Qualitt ein Kreislauf beginnt, so Brndlmayer. Je lter die Weine, desto deutlicher treten die Lagenunterschiede hervor, charakterisiert er seine Weine.
Die Lage ist im Gegensatz zum Terroir eng begrenzt und klar definierbar, findet Dir. Schuller. Beim Terroir handle es sich um einen Begriff mit weichen Rndern. Zum einen gbe es die Hardware, zum anderen eine Software, formulierte Schuller die Thematik zusammenfassend: Beides ist da und notwendig.

Bericht von DI Walter Kaltzin (Redaktionsleiter DER WINZER)